letzte Aktualisierung: 06.05.2020 (keine neuen Informationen seit 2018)

Die Runde Erde


Virtuelle Blickpunkte und Horizonte von "weit oberhalb" der Erdoberfläche auf die Erde und den Horizont von Felix Baumgartner aus seinem Ballon in 35.000 Metern Höhe, vom Mt. Everest und vom El Teide auf Teneriffa - schematisch konstruiert in einem CAD-Programm bei Berücksichtiung der offiziellen Größenverhältnisse und Form der Erde gemäß Wikipedia.
 

Ich will im Folgenden Hinweise liefern, warum ich eher annehme, das die Erde rund ist und warum ich auch als Nicht-Verehrer eines Sonnen-Gottes eher einem so genannten "heliozentrischen" Erklärungsmodell anhänge, gleichwohl ich weiterhin in diesen Fragen grundsätzlich offen bin.

glauben Sie mir, das Thema nervt mich gewaltig: Hier wird wichtige Energie und Zeit verbrannt, die wir verwenden könnten, um über die wichtigen Dinge zu sprechen.
Nein, das Thema ist nicht unwichtig, das weiß ich. Aber die eigentlich wichtigen Fragen, die mit dem Thema verbunden wären, werden in der Diskussion über die flache und die runde Erde kaum geklärt:
Selbst ob die Erde um die Sonne kreist oder anders herum, was der Mond ist, was die Sterne sind, wissen wir dann auch noch nicht. Wie groß ist das Universum? Sind die Sterne, wie es uns gesagt sind, eigene Sonnen und Galaxien, oder sind es Lichtpunkte, von deren Art und Ausbildung wir weiterhin keine Ahnung hätten? Wie weit sind die Sterne entfernt? Gibt es Außerirdische? Wenn ja, wo kommen sie her? Wie weit, wie lange und wie konnten sie gegebenenfalls zu uns reisen? Was hat der Kult um einen "Sonnengot" mit der realen Sonne zutun? All das weiß ich noch lange nicht, wenn ich die Frage nach der flachen oder runden Erde im Sinne einiger "Aufklärer" geklärt hätte, diese Fragen scheinen weitgehend unabhängig von der Frage der Form der Erde zu sein.

Nerven tut mich bei den flache-Erde-Anhängern daher, dass sie irgendwie tun, als wäre mit dem "Beweis" der Flachen Erde alles andere auf einmal viel klarer, als müsste nur diese Frage geklärt werden, um die Menschheit zu retten. Sie tun so, als würden Menschen, die an die runde Erde glauben, die Befreiung der Menschheit durch diesen Glauben verhindern. All dies ist für mich nicht nachzuvollziehen!
Nerven tut mich ferner die Art, wie viele Flache-Erde-Anhänger ihre Sicht als Wahrheit und Ihre - entschuldigung - schwachsinnigen Argumente als "Beweise" darstellen, obwohl ich bislang beim besten Willen keinen derartigen Beweis erkennen konnte. Die meisten Argumente erscheinen mir wenig schlagkräftig. Das will ich im Folgenden erläutern.
Ich habe offengesagt den Verdacht, dass die prominentesten Vertreter der Flachen Erde mit dem Auftrag kamen, Verschwörungstheoretiker zu diskreditieren, in unnötige Diskussionen zu binden, zu verwirren und dadurch ihre Kraft zu mindern. Und das haben sie jetzt auch bei mir geschafft. Ich verwende ebenso wie Sie jetzt wertvolle Zeit für dieses nervige Thema!

Nein - ich habe auch keine Beweise, ich habe nur ein paar Informationen und Gedankengänge, die mir aufgrund meines räumlichen Vorstellungsvermögens kamen, die ich Ihnen zugänglich machen will. Sollte ich mich als Anhänger der runden Erde-Theorie irren, wird für mich die Erde nicht untergehen. Am Ende genügt es mir, dass sie mich trägt, dass ich auf dieser Erde leben darf, gemeinsam mit so wunderbaren anderen Lebewesen und Menschen. Wichtiger ist mir, dass sie am Ende nicht in der Hand von Außerirdischen zu einem KZ für irdische Lebewesen umfunktioniert wird. Aber kommen wir zum Thema:

Ist die Erdkrümmung von unserem Standpunkt aus sichtbar?

Ich habe mit dem CAD-System "Rhino" die runde Erde gemäß Wikipedia-Angaben mit einem Radius von 6.378,4 km dargestllt (vereinfachend den Äquator-Radius für die idealisierte runde Erde). Ich habe Punkte eingefügt in der Höhe von 3.700 Metern über der Oberfläche (als ungefähres Beispiel für den höchsten Berg Österreichs oder des Teide auf Teneriffa), in 8.800 Metern (als ungefähres Beispiel für den Mt. Everrest) und in 35.000 Metern (als ungefähres Beispiel für die Fahrt von Felix Baumgartner mit einem Ballon). Ich habe im Folgenden Bilder aus dem CAD eingefügt, in denen die Geometrie der Kugel mit den Positionen der jeweiligen Höhen, einer Linie zum Horizont und einem Kreis für den jeweiligen Horizont, wie er aus der jeweiligen Höhe erscheint. Ferner habe ich für jede der Höhen ein Rendering angefertigt,in dem die Krümmung des Horizonts aus der jeweiligen Perspektive zu sehen ist. Dabei habe ich in den Fenstereinstellungen eine "Brennweite" von 50mm (bezogen auf Kleinbildformat) eingestellt. Das Rendering habe ich danach mit Gimp "künstlich" weichgezeichnet, um den verschwommenen Horizont zu visualisieren.
Der Blickwinkel ist natürlich leicht gesenkt, so dass der Horizont in der Mitte des Bildes erscheint. Ich denke, jeder Fotograf würde die Kamera unwillkürlich entsprechend senken und ein menschlicher Betrachter würde an einem so exponierten und hohen Punkt nichts verkehrtes darin erkennen, wenn der Horizont wenige Grad Sichtwinkel unterhalb einer exakt waagerechten Sichtachse läge.
Vielleicht beantworten die Bilder die Frage danach, wie gekrümmt ein Horizont erscheinen muss, wenn man ihn aus mehreren Tausend Metern Höhe betrachtet. Die Krümmung ist eindeutig erkennbar. Aber wirklich krumm ist die Krümmung nicht, gerade wenn der Horizont verschwimmt, kann man das auch als gerade empfinden. Wenige Leute haben den Horizont höher gesehen, als ich, als ich auf dem Gipfel der österreichischen Wildspitze war oder kürzlich knapp unter dem Gipfel des Teide. Die Schlussfolgerungen überlasse ich dem Leser.


Blick aus 3.700 Metern Höhe auf den Horizont ("Teide")
 

 

Blick aus 8.800 Metern Höhe auf den Horizont ("Mt. Everrest")
 

 

Blick aus 35.000 Metern Höhe auf den Horizont ("Ballon-Fahrt Felix Baumgartner")
 

 



Blickpunkte und Horizonte im Größenvergleich mit der runden Erde
 
 

Die Sonne, die über der Erde kreisen würde

Die Umlaufbahn der Sonne und des Mondes werden von Anhängern des "Flache-Erde"-Modells als über der Erde verlaufend beschrieben. Die Dunkelheit würde durch die größere Entfernung über den jeweiligen Regionen erklärt. Ich habe möglicherweise das Modell nicht richtig verstanden.


Eric Dubai erklärt in einem Video bei ca. min. 57:25 die Umlaufbahn von Sonne und Mond in dieser Grafik. Die Rote Linie habe ich in den Screenshot des Videos nachträglich eingefügt, um die Umlaufbahn zu visualisieren, auf der Mond und Sonne sich in dieser Animation oberhalb der Erde drehen.

Aber wenn ein Körper wie die Sonne oberhalb der Fläche der Erde verbleibt, dann kann es nicht wirklich dunkel werden, solange die Sonne nicht so weit entfernt ist, wie beispielsweise die Sterne es gemäß dem Schul-Modell wären.
Tatsächlich vermeinen wir Sonne oder Mond größer zu sehen, wenn sie sich dem Horizont nähern. Das wird auf Wikipedia unter "Mondtäuschung" ausführlich als optische Täuschung erklärt. Wir sind uns natürlich einig, dass Wikipedia im Zweifel Systemrelevante Lügen unterstützt. Aber sollte es am Abend dunkel werden, weil die Sonne sich entfernt, würde das dem Eindruck widersprechen, dass sie am Horizont größer erscheint, als im Zenit. Würde die Sonne oberhalb einer planaren Erdoberfläche bleiben und würde die Dunkelheit durch die Entfernung der Sonne eintreten, würde sie sich am Abend verkleinern, bis sie einem Stern ähnlich zu einem winzigen leuchtenden Punkt verkäme. Gleichzeitig zur optischen Verkleinerung bei der Entfernung würde, sofern wir eine gleichmäßige Bewegung von Sonne und Mond annähmen, die sichtbare Bewegung der Sonne bei Annäherung an den Horizont extrem verlangsamt werden, weil wir die Geschwindigkeit der Sonne in großer Entfernung und in Blickrichtung zunehmend parallel zur angbelich waagerechten Bewegungsrichtung kaum noch wahr nehmen würden. Die Sonne könnte, sollte sie über einer waagerechten Erdoberfläche verbleiben, unmöglich unter den Horizont gelangen und unmöglich in voller sichtbarer Größe.
Tatsächlich und für jedermann überprüfbar dreht sich die Sonne (und ebenso der Mond) über den Tag hinweg mit absolut konstanter (Winkel-) Geschwindigkeit auf einer Bahn, die eine Ebene durch den Betrachtungspunkt darstellt und sie verschwindet hinter dem Horizont vollständig. Das heißt, egal ob die Erde flach oder gekrümmt ist, muss sich die Sonne danach unterhalb der Erdoberfläche bzw. unterhalb der Ebene des Horizonts befinden, wenn sie ihre Bewegungsgeschwindigkeit und -Richtung und Form nach Untergang nicht abrupt ändern sollte.
Millionen Sonnenuhren liefern den Beweis für die absolute Gleichförmigkeit der Bewegung der Sonne relativ um die Erde. Freilich sind Sonnenuhren gern ein Hinweis auf eine Sonnen-Gott-Verehrung und unter Anderem deswegen habe ich auch keine Sonnenuhr - aber gleichwohl zeigt deren Funktionsweise doch recht anschaulich die Bewegungsrichtung der Sonne auf.
Die Erklärungsmodelle der Flach-Erdler sind hier für mich vollständig unzureichend. Rein visuell müssen sich für mich Sonne und Mond relativ zum Betrachter-Standpunkt um eine annähernd kreisförmige Umlaufbahn bewegen, die in der jeweils unbeleuchteten Tageshälfte unter unseren Füßen bzw. unter unserer Erdoberfläche durch verläuft, sollte die Bahn gleichförmig sein.
Mit der Vollmundigkeit, mit der die Flacherdler ihr Modell der Sonnen- und Mondumlaufbahnen als Wahrheit verkünden, würde ich mir ein Wenig mehr detaillierte Erläuterung wünschen.
Jeder Mensch kennt das nachfolgende Bild, welches zeigt, wie die Sonne richtig ins Meer "plumpst" und vollständig unter der sichtbaren Oberfläche verschwindet, ohne visuell kleiner zu werden. Nach dem Sonnenuntergang, der sich in ziemlich kurzer Zeit vollständig vollzieht, wird es dann auch vergleichsweise schnell dunkel. Das passt definitiv nicht zum Bild einer sich entfernenden Sonne.


(https://pxhere.com/de/photo/496938))

Die Zeitzonen

Mit dem Modell der flachen Erde vollkommen unerklärlich ist für mich das Phänomen, dass ich mich per Telefon mit Freunden auf anderen Kontinenten unterhalten kann, welche mir vergleichsweise präzise passend zu den Zeitzonen den jeweiligen Sonnenuntergang zu einer vollkommen anderen Zeit als an meinem Standort bestätigen können. Wenn ich die selbe Sonne sehe, wie die Amerikaner und Australier, dann müsste diese Sonne, wenn sie denn wirklich hinter dem Horizont verschwindet (siehe letzter Abschnitt), so ziemlich für alle zur selben Zeit verschwinden. Wenn die Sonne relativ nahe am "Rand der (flachen) Erde" untergehen würde, dann würde ich akzeptieren, dass Menschen am Rand die Sonne ein paar Minuten länger sehen würden. Aber keine Stunden.

Für diese Frage kenne ich nicht den Ansatz einer Erklärung durch das flach-Erde-Modell bzw. das Modell von Eric Dubai funktioniert schlichtweg nicht. Das Modell der runden Erde gemeinsam mit dem sogenannten Heliozentrischen Modell hingegen erklärt die Frage ziemlich schlüssig.

Bitte, liebe Flacherdler, bitte erklärt mir diese Frage genauer, wenn ihr hierfür ein Modell habt.

Das "kalte" Mondlicht

Flacherdler behaupten, würde man in der Nacht ein Objekt vor dem Mond verschatten, dann würde es weniger auskühlen, als wenn es dem Mondlicht ausgesetzt wäre. Daraus erklären sie eine vollständig andere Qualität des Mondlichts, welches nicht von der Sonne kommen könne.
Tatsächlich strahlt jedes Objekt der Erde , welches nicht kälter als -270°C ist, in einer klaren Nacht Wärme in den Weltraum ab, dessen Temperatur mit besagten -270°C nahe des absoluten Nullpunktes von -273,15°C liegt. Die Zahlen sind von Wikipedia und ich gehe gern mit, diese grundlegend anzuzweifeln. Aber die Grundlagen der Wärmestrahlung können wir ja selbst leicht erleben. Wird ein Objekt in einer klaren Nacht (gegen den Weltraum) abgeschattet, verliert es in jedem Fall weniger Wärme, kühlt also weniger aus. Davon kann sich jeder überzeugen, der in einer klaren Nacht vom freien Feld in einen dann deutlich wärmeren Wald geht oder anders herum. Wollte man den Einfluss der Mondstrahlung isoliert betrachten, müsste man einen Schatten auf das Objekt werfen, der optisch exakt so groß ist, wie der Mond selbst und der von einem nicht zu nahen Objekt zu dem untersuchten Objekt geworfen wird. Und selbst dann würde der Mond nur dann Wärme übertragen, wenn seine Oberfläche selbst wärmer wäre, als das zu untersuchende Objekt.
Also bevor ich entsprechende Aussagen werte, will ich mehr über die berichteten Experimente wissen. Ich bräuchte Informationen über die geometrische Anordnung und wir müssten Informationen über die Oberflächentemperatur des Mondes einholen. Dann reden wir weiter...

Navigation mit dem Sextanten

Seit Jahrhunderten bestimmen Seefahrer mit dem Sextanten auf eine oder wenige Seemeilen (je nach Umweltbedingungen) genau ihre Position auf der Erde. Der Sixtant macht nichts anderes, als dass er den Winkel eines beliebigen Himmelskörpers oder Sterns zum Horizont bestimmt. Eine Winkelminute entspricht einer Seemeile. Das ganze Modell funktioniert überhaupt nur, wenn die Erde gekrümmt ist, denn andernfalls müsste die Berechnung vollständig anders ausfallen.
Fahren die seit Jahrhunderten in Wirklichkeit mit GPS und verarschen uns nur? Oder haben die Mathematiker denen ein Rechenmodell untergeschoben, dass sie nicht verstanden haben? Und wie bitte sieht dieses Rechenmodell aus, welches für jeden Breitengrad exakt passend zur Uhrzeit andere Sterne in anderen Winkeln zum Horizont vorsieht (die selbe Frage wie mit den Zeitzonen). Ich gestehe, dass ich noch nicht so weit gedrungen bin, die Berechnung mit dem Sixtanten verstanden zu haben.
Nebenbei: Wie funktioniert GPS, wenn es keine Satelliten im Orbit gibt? Im Gegensatz zu den bisherigen Fragen erwarte ich hier von den Flacherdlern keine Antwort, denn die Technologie versteht vermutlich unabhängig vom Erdmodell kaum ein Mensch in dieser Tiefe.
 
 Sextant - Sch
 

Das "Himmelszelt" und die Schwerkraft

Das Flach-Erde-Modell bedingt ja, dass es im Universum ein "Oben" und ein "Unten" gibt. Die Schwerkraft würde zumindest auf der gesamten Erdoberfläche in exakt der selben Richtung senkrecht nach unten wirken. Andernfalls wäre die Meeresoberfläche ja nicht waagerecht.

Berge, die höher als 10.000 meter oder noch höher sind, stehen unter einer so hohen Gewichtskraft, dass sie an ihrer Basis schlicht weg fließen würden. Das erzählen natürlich auch nur Wissenschaftler, deren Überlegungen ich nicht nachprüfen kann. Aber nach meinem geringen Ingenieurs-"Wissen" sind die Spannungen von Materie bereits bei so geringen Höhen immens. Wer sich mit dem Begriff der "Reißlänge" befasst hat, weiß, dass es kaum möglich wäre, ein Seil aus beliebig robustem (uns bekanntem) Material zu fertigen, welches nur wenige Kilometer oberhalb der Erde an einem imaginären fixen Punkt angebunden werden könnte und alleine seine eigene Länge tragen könnte. Damit Sterne, Himmelskörper oder ein "Zelt" um die Erde herum gespannt werden könnten, wäre in diesem Bereich die Aufhebung der Schwerkraft oder Materie von immenser Festigkeit erforderlich. Ich erwarte von den Flacherdlern keine Erklärung. Aber die Frage sollte mal einfach gestellt werden. Das Schul-Modell liefert auf diese Fragen zumindest in sich logische Antworten.

Das "Vakuum" im Weltall

Flacherdler stellen das Vakuum im Weltall in Frage, weil ja überall Materie sei.
Niemand behauptet, dass das Weltall ein vollständiges Vakuum sei. Lediglich sei die Dichte der Moleküle extrem niedrig, das Vakuum sei besser, als ein menschgemachtes irdisches Vakuum.
Jeder Bergwanderer kann die Erfahrung machen, dass mit größeren Höhen die Dichte der Atmosphäre abnimmt. Bilder von hohen Ballonfahrten geben uns einen Eindruck von der dünnen Atmosphäre oberhalb beispielsweise 20.000 Metern. Da gibt es auch Amateur-Aufnahmen auf Youtube.
Wenn wir uns den Abstand zum nächsten Stern außerhalb des Sonnensystems vergegenwärtigen, ist es logisch, dass sich dazwischen wenig andere Moleküle befinden. Ich betrachte das Schul-Modell als schlüssig.

Berücksichtigung der Erdkrümmung beim Schienen- und Straßenbau und bei der Flugrichtung von Flugzeugen

Flacherdler sprechen mit Hohn in der Stimme davon dass Eisenbahningenieure und Straßenbauer bei der Verlegung ihrer Trassen die Erdkrümmung nicht berücksichtigen würden. Sie zeigen die Bahn eines Flugzeugs, welches "geradeaus" fliegen würde und wegen fehlender Korrekturen in den Weltraum abgleiten würde, wenn die Erde eine Kugel sei.
Die Überheblichkeit im Ton, mit der einige Flacherdler diese Argumente vorbringen steht im jähen Gegensatz dazu, wie unzureichend diese Argumente erklärt werden.
Aus den bisherigen Informationen kann ich nichts erkennen, was für Straßenbauer, Schienenverleger und Piloten hier zu berücksichtigen wäre. Für mich klingt das, als müssten Autofahrer zu besonderer Vorsicht ermahnt werden, wenn eine Straße mit einem Radius von 6.000.000 Metern nach rechts oder links verlaufen würde, weil bei fehlender Konzentration sonst ein Abkommen von der Straße geschehen könnte. Ich habe selber Modellflugzeuge konstruiert und gesteuert. Die stabilisieren sich von selbst relativ zur Richtung der Schwerkraft. Dabei machen sie sicherlich permanent Korrekturbewegungen mit einem Radius von deutloich unter 100 Metern. Auch ein Jet dürfte permanent Korrekturbewegungen mit einem Radius von deutlich unter beispielsweise 60.000 Metern machen. Da muss doch niemand über den Radius von 6 Mio. Metern nachdenken!
Das selbe gilt für Straßen und Gleistrassen. Kein Punkt auf der Erde hat einen Radius von über beispielsweise 60.000 Metern (abwechselnd nach unten und nach oben), wenn er nicht über einen Salzsee verläuft. So glatt ist die Erdeoberfläche doch an keinem Punkt!
Bei der Vollmundigkeit, mit der diese Argumente als Quasi-Beweise vorgebracht werden, bitte ich doch um Erklärung welche Probleme da entstehen sollten, wenn die Erdkrümmung bei Flugrouten, Gleis- und Straßen-Trassen nicht explizit berücksichtigt würde!

Die magnetischen Pole der Erde

Jeder beliebige Körper aus einem magnetisierbarem Material kann in verschiedenster Form magnetisiert werden. Vereinfacht würde ich die runde Erde als Stabmagnet betrachten, bei der der Stab im Inneren der Erde von Norden nach Süden verläuft. Nach meinem physikalischen Verständnis wäre hierbei in der Nähe des magnetischen Nord- und Südpols eine klare Orientierung kaum mehr möglich, weil in der unmittelbaren Nähe dieser Punkte die Feldlinien vertikal, also von oben nach unten oder anders herum verlaufen würden. Es gäbe also keinen Punkt, bei dem man bei einer Umrundung mit einem Radius von wenigen Kilometern eine vollständige 360°-Drehung der Kompassnadel beobachten könnte.
Berichte, denen zufolge freie Menschen am Nord- oder Südpol daran gehindert würden, diese Orte zu erreichen nehme ich gleichwohl interessiert zur Kenntnis.

Fazit

Gleichgültig, ob die Erde rund oder flach ist - diese Diskussion wäre vollständig überflüssig, denn die Mächtigen kennen die Wahrheit und sie sind es, die sich widersprechende Agenten an die Öffentlichkeit los lassen. Die Diskussion bindet unnötig Zeit, im Augenblick die meine und die Ihre.
Wenn Youtuber wie "Toni Mahoni" so weit gehen, dass sie andere friedensbewegte Youtuber dafür "zur Minna machen", dass sie auf ihren Videos Bilder der Erde verwenden (die uns freilich die NASA zur Verfügung gestellt haben) weil diese ein spirituell anrüchiges heliozentrisches Weltbild begründen würden, dann geht das zu weit. Dann müssten wir erst einmal die spirituellen Hintergründe von Leuten wie "Toni Mahoni" selbst durchleuchten (und ich bin sicher, da kommt auch einiges "New-Age"-mäßiges dabei raus). Bevor Flacherdler andersdenkende so angreifen, sollten sie ihre Modelle besser belegen können (und dennoch fair mit andersdenkenden umgehen)!
Dabei sind wir weit entfernt, von der Antwort auf diese Frage entscheidende Beiträge zur Lösung unserer Krise abzuleiten. Dazu müssten viel wichtigere daraus folgende Fragen beantwortet werden, die in diesem Zusammenhang noch nicht einmal gestellt werden.
Die bedeutendste Frage im Zusammenhang mit unserem Modell des Universums ist für mich die Frage, ob es andere Orte des Lebens im Universum gibt, wie weit diese entfernt sind und ob es feindlichen Wesen gelungen ist, zu uns zu kommen und ob diese hier die Vorgänge auf der Erde als "Götter" oder wie auch immer zu unseren Ungunsten beeinflussen.
Bitte verschwenden Sie daher für das Thema der Erdform keine weitere Zeit, weder die Ihre, noch die Ihrer Gesprächspartner, wenn Sie die Themen der flachen Erde nicht in den Zusammenhang mit den wichtigen Fragen stellen können oder wenn Sie bedeutende neue Informationen zu dieser Frage beitragen können.
Konzentrieren Sie sich auf die wichtigen Fragen der Verschwörung - und das sind gegenwärtig die sich verstärkende Diktatur, der Faschismus, die Abschaffung der Meinungsfreiheit, der Bewegungsfreiheit, die totale Überwachung, die Kriege und als größte Bedrohung überhaupt der implantierte Mikrochip, den zu verhindern es gilt.
Im Gegensatz zum Thema der geometrischen Erdform hat die mit Liebe eingesetzte Energie, die Sie den "politischen" und menschlichen Themen der Verschwörung widmen, einen enormen nützlichen Einfluss auf das Schicksal des Lebens auf dieser Erde.